Leipziger Buchpreis für CopyPasta
Was ist mit unserer Kultur eigentlich los?
Da schreibt eine 17 Jährige, deren größter Verdienst es ist, Tochter von Carl Hegemann zu sein, ein Buch des Berliner Bloggers und erfolglosen Autors Airen ab...
...und erhält dafür eine Nominierung für den Buchpreis der Leipziger Buchmesse.
Die gute Frau Hegemann, die wie es sich bei der Harald Schmidt Show herausstellte, offensichtlich nie in dem Berliner Club Berghain war, und von dem aber ihr Machwerk "Axolotl Roadkill" in der Hauptsache handelt, hat denn wohl auch kein Problem damit zuzugeben, daß der Inhalt des Romans geklaut war.
"Einstampfen" müsste es da in einer normalen Welt heißen. Eine Entschuldigung von Verlag und Autor für Verletzung Geistigen Urheberrechts wäre angebracht, und statt das Plagiat sollte man lieber das Original "Strobo" lesen, wenn man denn sich für die Berliner Underground Techno Scene im Berghain interessiert.
Aber was passiert stattdessen? Die Copypasta, die wie ihr Auftritt in der Schmidt Show nahelegt, nichteinmal ihr Machwerk ist, denn sie scheint es gar nicht gelesen zu haben, steht bei Amazon auf Platz 5 und bei Spiegel auf 2, während nach dem Original weiterhin kaum ein Hahn kräht.
Dermaßen geil scheint die deutsche Presse auf ihr vermeintliches Wunderkind zu sein, dass es keinen Unterschied macht, ob sie tatsächlich die Urheberin ist, oder nicht.
Die Jury der Leipziger Buchmesse jedenfalls hält trotz Bekanntwerden und Zugeständnis des Plagiates an der Nominierung fest.
Nicht Diebstahl, sondern Mix
Und der Vogel, der sich mit fremden Federn schmückt, scheint auch keine Reue zu kennen, wenn denn nur die Kohle stimmt: Nicht Diebstahl sei es, was sie macht, sondern Mix.
Aha, so nennt man das also heutzutage: Wenn ich also einen Picasso über einen Farbkopierer ziehe, oder vielmehr ziehen lasse, es als meines verkaufe, dafür den Max Ernst Preis kassiere....
....-Oder nehmen wir jemanden, der nicht ganz so bekannt ist, nehmen wir Oskar Dominguez, der zu Lebzeiten stets verkannt und missverstanden wurde, und sich schließlich in der Sylvesternacht 1957 die Pulsadern aufschnitt, damit es nicht gleich auffällt, denn wer kennt schon Oskar Dominguez??....
..dann ist das also kein Diebstahl, sondern Mix??
Ach, ich Trottel vergaß, daß das wahrscheinlich mit einer Unterlassungsklage, und einer saftigen Abmahnung, die ich wahrscheinlich nicht bezahlen könnte enden.
Denn bei mir fehlt ja das Wichtigste, der einflußreiche Daddy.
Also nix von wegen Max Ernst Preis.
Was sind das eingentlich für Trottel in der Jury der Leipziger Buchmesse?
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